Bernard Glasa (Bernd)

Bernd und sein Zwilling Heinz wurden 1964 als Kinder acht und neun der Eheleute Siegmund und Antoinette Glasa in Lindern geboren. 1974 verunglückte Heinz im Beisein Bernds bei einem Verkehrsunfall und verstarb zwei Tage später.

 

1984 machte Bernd Abitur in Mathematik, Biologie, Erdkunde und Kunst. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Schriftsetzer in einer Druckerei und ist seitdem in diesem Beruf als Angestellter tätig.

 

Bernd ist seit er denken kann ein Freigeist und Atheist. Seine weltanschauliche Ausrichtung verfolgte er durch ein waches Interesse an der jüngeren Geschichte, der Banalität des Bösen im Faschismus sowie aufklärerischer und wissenschaftlicher Literatur aus Sachbüchern, Magazinen und Dokumentationen. Er erkannte alsbald, dass auch Mythen, Legenden und Märchen in Metaphern, Allegorien und Handlungssträngen wertvolle Botschaften vermitteln zu Glauben, Ideologien, Weltanschauungen und Geschichte. Er lernte, dass das Schüren von Illusionen mit dem Mittel der Verführung durch die Kunst des Erzählens eine existenzielle Gefahr für die Freiheit des Denkens durch selbsternannte Autoritäten bedeuten kann. 

Bernd glaubt an die rechtsstaatliche Demokratie, die Gleichheit aller Menschen und die Prinzipien der Wissenschaft. 

 

 

 

 

Einblicke in Gedankenwelten des Autors Bernard Glasa

 

 

„… Leider wurden die Irrtümer und Verbrechen eines unmenschlichen und unehrenhaften europäischen Kolonialismus im Namen eines brutalen kapitalistischen Wirtschaftswertesystems feudaler Imperien und begleitet von der eigennützigen Missionierung religiöser Institutionen nie wirklich aufgearbeitet und entschädigt und beherrschen bis heute die Weltanschauungen so mancher unaufgeklärter Gruppierungen. 

Also bitte: Unterschiede in Intellektualität, Spiritualität, Kreativität, Geschlecht, Sexualität, äußerer Erscheinung, Athletik und weiterer Aspekte sind Abweichungen innerhalb der Bandbreite einer kulturellen und biologischen Vielfalt einer einzigen Menschheit und beschreiben in ihrer Gesamtheit die Normalität des Menschseins. …“

 

 

„… Angeregt durch ein intuitives Verständnis für Märchen verschiedener Genres und bedingt durch die Heftigkeit erlebter Gefühlswelten in meiner Psyche während des Abarbeitens einer posttraumatischen Belastungsstörung erforschte ich über Jahrzehnte hinweg, wie Emotionen Vorstellungen und Ansichten bedingten, verfremdeten oder verwarfen und Spiritualität intensiv erleben ließen. Ich entdeckte, dass Visionen und Halluzinationen in Phasen mein Sein wie gefährliche Prüfungen begleiteten und das Erkennen von Realität zu verfälschen suchten. Ich erlebte Momente von außerordentlicher Achtsamkeit gegenüber mir selbst und gegenüber meiner Umwelt und Umgebung. 

Ein Märchen ist das kreative, unvollständige Fazit eines langanhaltenden Durchstehens solch hochemotionaler Erfahrungswelten und beschreibt in Bildern, Gleichnissen und Handlungssträngen das emotional Erlebte, verflochten mit ausgehaltenen Realitäten. Je nach Prägung, Veranlagung und Bildung des Prüflings können Märchen religiös bis freigeistig motiviert sein. …“

 

 

„… Episodenserien wie ‚Star Trek‘ und ‚Monk‘, oder Geschichten wie ‚The sixth sense‘, ‚Alles steht Kopf‘, ‚Oben’, oder die Werke ‚Momo‘, ‚Jim Knopf‘ und ‚Die unendliche Geschichte‘ Michael Endes und selbstverständlich mein ‚Wissen um Gefühle‘ stehen exemplarisch für moderne Interpretationen spirituell durchgestandener Traumabewältigungen mit der Erkenntnis der Verzichtbarkeit vom Göttlichen auf dem Weg zum Seelenheil. Psychologie, Verhaltens-, Sozial- und Gehirnforschung u.a. bieten moderne Instrumente zur Bewältigung schwerer psychischer Lebenskrisen. …“

 

 

„… Die ausgesuchte Figur Jesus aus dem Neuen Testament der Bibel beschreibt das Durchleben einer Traumabewältigung in geschilderten Bildern. Die Verfasser der Evangelien litten selber unter posttraumatischen Belastungsstörungen und spiegelten ihre spirituellen Erfahrungen in die ihnen bekannten Jesus-Geschichten hinein, ergänzten diese und schmückten sie aus. ‚Der Vater, der Sohn und der heilige Geist‘ sind eine frühe Interpretation des ‚Bewusst-denkenden Ichs, In-mir-Kinds und Wissens um Gefühle‘. Wissenschaften stellen inzwischen prüfbare Argumente für einstmals Übernatürliches bereit. …“

 

 

„… Mit den kirchlichen Institutionen in Deutschland verhält es sich wie mit Vertretungen von Verschwörungstheoretikern. Sie behaupten ohne belastbare Beweise und verweigern sich kritischen Argumenten. Sie verlangen Unterwerfung im Namen höherer, unsichtbarer, angeblicher oder traditioneller Autoritäten, bestimmen über die Karrieren auch sich verwahrender und widersprechender Individuen und verlangen gern Geld. Eigentlich sind sie Fürsprecher für Gleichgesinnte zur Bevorteilung ihrer selbst gegenüber dem argwöhnischen Teil eines gemeinen Volkes. ‚Ihr sollt euch keine Schätze sammeln auf Erden‘, ‚Gott braucht keine Häuser aus Stein‘ oder ‚an ihren Taten sollt ihr sie erkennen‘ interpretiere ich lieber auf meine Weise. – Weil ich es kann! …“

 

 

„… Natürlich sind die Ausführungen in ‚Wissen um Gefühle‘ kreativ literarisch und bedürfen einer sorgfältigen Überprüfung und Interpretation durch andere kognitive Disziplinen als der Märchen- bzw. Literaturforschung. Ihre Beziehung zu ,Die unendliche Geschichte‘ Michael Endes und anderer märchenhafter Erzählungen darf nicht außer Acht gelassen werden. …“

 

 

„… Verschwiegenen Männergesellschaften stehe ich skeptisch gegenüber. Welche Rolle spielen die Interessen und Bedürfnisse des Individuums? Über die persönliche Kreativität und Freigeistigkeit eines Einzelnen kann man nicht fremd verfügen. Das verstieße gegen die Würde des Menschen. …“

 

 

„… Ich erinnere mich an die ‚Du bist Deutschland‘-Kampagne und die spätere ‚Wir sind Papst‘-Operation. Mir erscheinen diese Maßnahmen als Hinführung zu nationalistischen Denkmustern, die Heimatverbundenheit suggerieren und fördern sollen. Jedoch berücksichtigen sie nicht, dass es in beiden Kategorien auch Opfer gibt. Eine rechtsstaatliche Demokratie sollte sich nicht entscheiden müssen zwischen dem Verhätscheln von Heimatverbundenheit oder Frömmigkeit auf Kosten der Würde ihrer Opfer. Eine vollständige Trennung von Staat und Kirche ist daher unabdingbar. …“

Die Interpretation eines Märchens ist zunächst subjektiv
und kann ausschließlich über überprüfbare Argumente begründet werden.

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© Niekalt Verlag, Bernard Glasa