’n kottet Heldenepos

Bernd, lütke Bernd, wat hassde bloß doan?
Diene Zwille lich unner ’n Appelboom vörne in’n Goarn.
Woarüm hast mit ’n Stäind de Butze inschloan?
Nu staahst hier tau bääwen, kannst de Welt nich verstoan.
Doar helpet kien Blaarn!
Diene Öllern hab’t Melken boalde daan!

 

Un Bernd överlächde:

 

Villicht is ’n Voagel in de Schiew’n infloag’n!
Villicht haff de Wind mi dat uk bloß andoan!
Villicht haff ’n Bädelsmann n’ Stäind doanoa smäät’n!
Villicht uk wat anners! Wekke kann dat denn wäät’n?

 

Daor kömen siene Öllern üm’t Huseck ümtau.

 

Denn Bangebüx packde dat blanke Entsetzen,
hai mösste up Stää to de Mauder hinwetzen,
hai pläärde van Wiet’n: „Oh Mamme! Oh Mamme!“,
säi hadde all wechsteld de Melk in de Kanne,
un hüpptkede ehr as ’n Pogge in ’n Aarm.


Un säi holde Bernd warm.

 

„Ik wait ett ja woll, du häst ne Butze insmäät’n.
Wi kunn’t Klirren gaud hörn, wi möt ett ja wäät’n.
Nu wääs man nich bange, wi häbbt di doch laif!“
Un Bernd siene Lüppen, ääwen noch schaif,
formden sück rund un döen ’n Schmatz.
In’t Haarte was Bernd woll ehrn laiwesten Schatz.

 

„Wäs ehrlik, mien Jung, dann passaiert di nix!“,
säi de Pappe ganz fröndlik un erünnerte sük,
as hai jung was, daor was hai doch uk liederlik.

 

Grootmoaken verännert sük nich.

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© Niekalt Verlag, Bernard Glasa